Sicherheitstipps im Umgang mit Facebook

Behalten Sie sämtliche Zugriffe auf Ihr Facebook-Konto im Blick

Wo? Unter Einstellungen > Sicherheit und Login > Wo Du derzeit angemeldet bist

Facebook ermöglicht Ihnen, zu überprüfen, auf welchen Geräten Sie aktuell auf Facebook angemeldet sind. Dies ist eine sehr nützliche Sache. Zum einen können Sie so feststellen, ob Sie z. B. noch auf Geräten angemeldet sind, die Sie nicht mehr nutzen (z. B. auf Ihrem alten Smartphone oder am Laptop einer anderen Person). Zum anderen können Sie hier auch „verdächtige Aktivitäten“ feststellen – zum Beispiel im Falle, dass Ihr Facebook-Account gehackt wurde. Wenn Sie einen entsprechenden Verdacht haben oder wenn Sie verhindern wollen, dass sich jemand über die auf alten Geräten gespeicherten Zugangsdaten Zugriff auf Ihr Konto verschafft, gehen Sie folgendermaßen vor: Ändern Sie Ihr Passwort unter Anmeldung > Passwort ändern und melden Sie sich anschließend unter Wo Du derzeit angemeldet bist von allen Sitzungen ab. So sind mögliche Hintertüren wieder geschlossen.

Um auch zukünftig alles im Blick zu haben, lassen Sie sich von Facebook informieren, wenn von einem unbekannten Gerät auf Ihren Account zugegriffen wird. Wählen Sie hierzu unter Erweiterte Sicherheitseinstellungen > Erhalten Anmeldungswarnungen bei Logins über unbekannte Geräte die Einstellung Ein. Sie können hier auch die Medien auswählen, über welche Sie informiert werden wollen: Wahlweise über eine Facebook-Benachrichtigung, per Messenger oder per E-Mail.

Schränken Sie den Personenkreis ein, der Ihre Beiträge sehen darf

Wo? Unter Einstellungen > Privatsphäre > Deine Aktivität > Wer kann deine zukünftigen Beiträge sehen?

Wenn Sie Ihre Urlaubsfotos nicht standardmäßig mit der ganzen Welt teilen wollen, sollten Sie festlegen, welcher Personenkreis sehen darf, was Sie posten. Denn Öffentlich bedeutet: Jede/r Facebook-Nutzer/in kann Ihre Beiträge lesen. Wir würden Ihnen deshalb empfehlen, die Standardeinstellung auf Freunde zu setzen. Sie können den Kreis jener, die Ihre Beiträge sehen dürfen, noch weiter reduzieren. So können Sie beispielsweise bei der Auswahl von Freunde außer … Personen aus Ihrer Freundschaftsliste auswählen, die standardmäßig Ihre Beiträge nicht angezeigt bekommen. Dies empfiehlt sich zum Beispiel bei Personen, deren Freundschaftsanfrage Sie z. B. aus Höflichkeit nicht ablehnen konnten, mit denen Sie aber nicht alle privaten Infos teilen wollen.

Keine Sorge, es handelt sich hier lediglich um die Standardeinstellung. Sie können später immer noch für jeden einzelnen Ihrer Beiträge manuell festlegen, wer diesen sehen darf.

Sie können übrigens auch überprüfen, was eine bestimmte Person in Ihrer Chronik sieht. Mittels dem Tool Anzeigen aus der Sicht von … können Sie den Namen einer Person aus Ihrer Freundesliste eingeben und sehen dann alles, was diese Person in Ihrer Chronik angezeigt bekommt.

Privatsphäre-Check

Facebook bietet einen Privatsphäre-Check an, der über das Vorhängeschloss-Symbol in der Bedienleiste erreichbar ist. Dieser führt Sie durch eine Kontrolle Ihrer Einstellungen zu Apps, die auf Ihre Facebook-Daten zugreifen können und zu einer Überprüfung Ihrer persönlichen Daten, bei der Sie bestimmen, wer sie sehen darf.

Sperren Sie Ihre Freundesliste!

Wo? Unter Einstellungen > Privatsphäre > Wie Du gefunden und kontaktiert wirst > Wer kann deine Freundesliste sehen?

Diesen Sicherheitstipp kann man nicht oft genug wiederholen: Betrüger könnten Ihr Profil kopieren und Ihre öffentliche Freundesliste nutzen, um Ihre Freunde zu kontaktieren und sie um Geld oder andere Gefälligkeiten bitten. Dies kommt sehr häufig vor und leider fallen auch viele Menschen auf diesen Trick herein, weil sie annehmen, dass sie von einem Freund/einer Freundin angeschrieben wurden. Deshalb empfehlen wir Ihnen, die Zahl derer, die Ihre Freundesliste sehen können, auf ein Minimum zu beschränken. Sie können hier mit Nur ich auswählen, dass nur Sie selbst Ihre Freundesliste sehen können. Besonders wenn Sie nicht jeden Ihrer Facebook-Freunde persönlich kennen, empfehlen wir diese Einstellung.

Verbergen Sie Ihr Profil

Wo? Unter Einstellungen > Privatsphäre > Wie Du gefunden und kontaktiert wirst

Das Profil kann in den Privatsphäre-Einstellungen unter dem Punkt Wie Du gefunden und kontaktiert wirst vor Suchmaschinen wie Google verborgen werden, damit Ihr Facebook-Profil nicht in öffentlichen Suchmaschinen auftaucht. Damit Sie nicht über Ihre E-Mail-Adresse und/oder Telefonnummer gefunden werden können, sollten Sie den NutzerInnenkreis bei beiden Optionen auf Freunde von Freunden einschränken.

Wählen Sie ein sicheres Passwort

Wo?Unter Einstellungen > Sicherheit und Login > Anmeldung > Passwort ändern

Wählen Sie kein Passwort, das leicht zu erraten oder aus Ihren persönlichen Daten ableitbar ist!

Ein sicheres und leicht zu merkendes Passwort erhalten Sie mit einer der folgenden Methoden:

  • Reihen Sie die Anfangsbuchstaben der Wörter eines Satzes aneinander. Das resultierende Passwort ergibt im allgemeinen keinen Sinn und man braucht sich nur den Satz zu merken. (z. B. „Wir zwei gehen mit dem Hund auf eine Party!“ ergibt: „W2gmdHa1P!“)
  • Nehmen Sie ein beliebiges Wort und fügen Sie Ziffern und/oder Zeichen zwischen den Buchstaben ein.

Geben Sie Ihr Passwort nicht an Dritte weiter und verwenden Sie nicht ein und dasselbe Passwort für verschiedene Anwendungen

Facebook bietet auch eine sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung. Mittels Identitätsnachweis über zwei unterschiedliche Komponenten können Sie Ihren Account noch besser schützen. Unter Einstellungen > Sicherheit und Login > Erweiterte Sicherheitseinstellungen > Verwende die zweistufige Authentifizierung können Sie diese Funktion aktivieren. Nähere Infos dazu finden Sie hier: https://www.facebook.com/help/148233965247823

Sie können ebenfalls in den Einstellungen > Sicherheit und Login > Erweiterte Sicherheitseinstellungen mehrere Kontakte als Notfall-Kontakte festlegen, die als Backup fungieren, falls Sie Ihr Passwort vergessen haben.

Lassen Sie sich nicht für Werbung missbrauchen

Wo? Unter Einstellungen > Werbeanzeigen

Damit Facebook Ihre Daten nicht direkt für Werbung auswertet, können Sie die interessenbasierten Online-Werbeanzeigen unter Einstellungen > Werbeanzeigen deaktivieren. Um zu verhindern, dass Facebook erfährt, welche Seiten Sie besuchen, können Sie die Seite im Privaten oder Inkognito-Modus aufrufen, den alle gängigen Browser anbieten oder entsprechende Browser-Plugins wie beispielsweise Ghostery oder NoScript nutzen.

Nehmen Sie nicht jede Freundschaftsanfrage an

Es ist wie im realen Leben: Wenn Sie jemanden nicht kennen, werden Sie dieser Person auch nicht gleich Ihren Wohnungsschlüssel in die Hand drücken. Ähnlich umsichtig sollten Sie auch den Zutritt in Ihre persönliche virtuelle Social-Media-Welt verwalten. Wenn Sie Personen nicht kennen, nehmen Sie auch nicht deren Anfrage an bzw. fragen Sie nach, wenn Sie Zweifel haben.

Teilen Sie nicht alle Ihre Kontakte mit Facebook

Die Facebook-Apps für Android und iOS laden automatisch Adressbuchdaten zu Facebook hoch, wenn die Option laufende Synchronisierung aktiviert ist. Aus Sicht des Datenschutzes ist zu empfehlen, dies zu unterbinden. Besonders wichtig ist dies im Falle von beruflich genutzten Mobiltelefonen, auf denen Sie nicht nur private Kontakte speichern. Einstellungen diesbezüglich finden Sie bei Android in den Optionen unter App-Einstellungen und bei iOS unter Einstellungen/Allgemein.

Entsorgen Sie etwaige Altlasten

Wo? Unter Einstellungen > Privatsphäre > Deine Aktivität > Vergangene Beiträge einschränken

Die Zielgruppe alter Beiträge sollte in regelmäßigen Abständen kontrolliert und eingeschränkt werden. Das gelingt unter Privatsphäre-Einstellungen über den Punkt Vergangene Beiträge einschränken. Diese Einstellung stellt alte Einträge, die öffentlich oder Freunden von Freunden zugänglich sind, auf Freunde um.

Unter Einstellungen > Apps sehen Sie, bei welchen Apps und Websites Sie sich mit Facebook angemeldet haben. Entziehen Sie hier allen nicht gewünschten Anbietern den Zugang zu Ihren Daten.

Posten und kommentieren Sie verantwortungsvoll

Orientieren Sie sich an einer einfachen Faustregel: Was Sie im realen Leben nicht tun, herzeigen oder sagen würden, sollten Sie auch in sozialen Medien unterlassen. Bedenken Sie immer: Gefallene Worte kann man nicht mehr aufheben – und das Internet vergisst nie.

Dies betrifft nicht nur die Beiträge/Fotos/Videos, die Sie posten, sondern auch alle Ihre Kommentare, die Sie unter die Beiträge von anderen Personen posten. Beachten Sie hier auch immer die Einstellungen des jeweiligen Beitrages. Ist ein Beitrag öffentlich (Symbol kleiner Globus), so ist auch Ihr Kommentar öffentlich und für jede/n Facebook-BenutzerIn sichtbar.

Vergessen Sie nie, egal wie sehr Sie den Zugriff beschränken, Facebook liest immer mit – deswegen ist es nicht geeignet, um intime oder vertrauliche Dinge zu kommunizieren. Dafür sind Messenger mit Ende-zu-Ende Verschlüsselung viel besser geeignet.

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