23.11.2012

Unterstützt der ZID externe Cloud-Speicherdienste?


Um MitarbeiterInnen der Universität Wien das Speichern auf Servern der Universität Wien sowie einen gesicherten Datenaustausch beruflicher Daten zu ermöglichen, betreibt der Zentrale Informatikdienst das Sync-and-Share-Service u:cloud als eine Private-Cloudlösung. Dieses Service gewährleistet ein hohes Maß an Datenschutz.

Dienste wie Dropbox, Google Drive, Skydrive, Sugarsync, Ubuntu One, iCloud etc. sind ein wichtiger Bestandteil heutiger plattform- und ortsunabhängiger Verfügbarkeit von elektronischen Daten. Dass sie in ihrer Grundfunktionalität gebührenfrei sind, trägt zu ihrer zunehmenden Verbreitung bei. Was auf den ersten Blick wie eine praktische Alternative zu den herkömmlichen Fileservices zur Datenspeicherung/-sicherung/-austausch aussieht, kann sich aus Sicht der Datensicherheit als sehr problematisch erweisen.

Laut einer Studie des Fraunhofer Instituts ist die Datensicherheit bei derartigen Anwendungen/Diensten nur marginal gegeben. Die rechtlichen Bestimmungen des österreichischen Datenschutzgesetzes können bei Nutzung dieser Dienste für die Verarbeitung personenbezogener Daten regelmäßig nicht erfüllt werden.

Der Zentrale Informatikdienst der Universität Wien kann für solche Dienste keinen Support leisten, da sich die Daten außerhalb der lokalen Infrastruktur befinden, und empfiehlt, heiklere Daten (u.a. Forschungsergebnisse, Verträge, persönliche Fotos usw.) keinesfalls einem externen Cloud-Speicherdienst anzuvertrauen. Die Übermittlung von vertraulichen Informationen und insbesondere auch von personenbezogenen Daten an externe Cloud-Dienste ist nach österreichischem Recht in den meisten Fällen rechtswidrig und kann insbesondere auch dienstrechtliche, arbeitsrechtliche und strafrechtliche Folgen haben, weshalb der Zentrale Informatikdienst dringend davon abrät.


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