ZID-Services in der Corona-Krise

Im Zuge der Corona-Krise hat sich das Serviceportfolio des Zentralen Informatikdienstes der Universität Wien (ZID) deutlich verändert. Neue IT-Services wurden in kürzester Zeit implementiert, bestehende Services wurden ausgebaut, manche werden nun teilweise anders genutzt als zuvor. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über die Entwicklung ausgewählter IT-Services seit März 2020.

 Hinweis

Die Inhalte dieser Seite werden jeweils am Ende der Woche aktualisiert. Die letzte Aktualisierung fand am 03.04.2020 statt.

E-Learning – Moodle

 

03.04.2020

Moodle verzeichnete in der Woche vom 27.03. bis zum 02.04. einen leichten Rückgang bei der Anzahl der eindeutigen Besucher*innen von gut 40.000 auf knapp 37.000 pro Tag. Es wurden auch weniger neue Kurse angelegt als in der Woche zuvor: 76 statt gut 100. Zuletzt wurden gut 7.700 Downloads pro Tag registriert.

Fleißig genutzt wurden jedoch die Möglichkeiten der neuen Plug-ins: Die Aktivitäten (Videokonferenzen, Chats) mit BigBlueButton stiegen von 1.164 auf 1.737, Jitsi-Aktivitäten steigerten sich von 558 auf 696. Das Plug-in Collaborate holte kräftig auf, die Anzahl der Aktivitäten hat sich von 331 auf 707 deutlich mehr als verdoppelt.


27.03.2020

Die zweite Woche im Homeoffice sah bei vielen IT-Services eine Konsolidierung. Die Anzahl der Besucher*innen in Moodle pro Tag pendelt sich zwischen 40.000 und 42.000 ein. Es wurden gut 100 neue Kurse angelegt - in der Woche davor waren es 146. Auch die Downloads bewegten sich weiter im Bereich rund um 8.000 pro Tag, zwischen 7.700 und 8.300.

Erstmals konnten in dieser Woche Zahlen für die neuen Plug-ins BigBlueButton, Jitsi und Collaborate erhoben werden. Sie bieten unterschiedliche Möglichkeiten zur Zusammenarbeit in Moodle. BigBlueButton und Jitis sind seit dem 13.03. in Betrieb, seither wurden bereits über 1.100 Aktivitäten (Videokonferenzen, Chats) mit BigBlueButton und fast 600 mit Jitsi angelegt. Collaborate startete eine Woche später (20.03.) und verzeichnete ebenfalls bereits über 300 Aktivitäten.


20.03.2020

 

Die E-Learning-Plattform Moodle ist im Zuge der Corona-Krise in wenigen Tagen enorm gewachsen. Die Anzahl der Besucher*innen wuchs von rund 28.000 (Stand: 03.03) auf über 43.000 (Stand: 17.03.), die in Moodle angelegten Kurse steigerten sich von 4.800 auf 5.700. Aufgrund der veränderten Anforderungen wurde das Videokonferenzsystem Jitsi und das Webinar-Tool BigBlueButton eingebunden.

Lehrveranstaltungen aufzeichnen – u:stream

 

03.04.2020

In der Woche von 27.03. bis 02.04. gingen die Nachfrage nach aufgezeichneten Lehrveranstaltungen und damit auch der ausgehende Datenverkehr leicht zurück. Pro Tag wurden zwischen 135 und 164 Videos abgerufen. Der ausgehende Datenverkehr sank auf Werte zwischen 18 und 24 MByte/s.


27.03.2020

Seit die Hörsäle der Universität Wien gesperrt wurden, sind keine Aufzeichnungen mit der dort installierten u:stream-Ausstattung mehr möglich. Das Interesse an den vorhandenen Aufzeichnungen blieb jedoch wie erwartet groß, die Anzahl der Abrufe pro Tag pendelte sich zwischen 170 und 185 ein. Der ausgehende Datenverkehr konsolidierte sich bei Spitzenwerten rund um 30 MByte/s.


20.03.2020

Zahlreiche Lehrende fertigten noch am Tag der Umstellung auf home-learning (11.03.) Aufzeichnungen ihrer Lehrveranstaltung an: 36 Aufzeichnungen wurden an diesem Tag hochgeladen, am 12.03. waren es 21 und am 13.03. kamen 34 Aufzeichnungen dazu. In vergleichbaren Vormonaten war die Anzahl der Aufzeichnungen zumeist einstellig.

Parallel dazu stieg die Nachfrage der Studierenden. Waren es Anfang März keine 100 Abrufe pro Tag, so wurde nach dem 11.03. ein Spitzenwert von 190 Abrufen pro Tag erreicht.

Das schlug sich natürlich auch im ausgehenden Datenverkehr nieder, der Ende Jänner einen Höchstwert von 25 MByte/s erreichte, nach dem 11.03. aber auf 40 MByte/s und sogar 43 MByte/s stieg.

Kollaboration

Die Verlagerung der universitären Teams ins Homeoffice nach der Umstellung auf Notbetrieb am 16.03. machte die Nutzung von Chat-, Telefonie- und Videokonferenzfunktionen erforderlich.

Der ZID stellt dafür derzeit die Systeme JitsiRocket.Chat und Microsoft Teams zur Verfügung. Alle 3 Tools wurden vom ZID bis vor der Corona-Krise lediglich getestet. Aus diesem Grund stehen Nutzungszahlen für Jitsi und Rocket.Chat großteils erst ab 18.03. bzw. 19.03. zur Verfügung.

Jitsi

03.04.2020

Die Zahl der Videokonferenzen stieg in der Woche von 27.03. bis 02.04. nochmals an und steigerte sich auf durchschnittlich knapp 377 pro Tag. Ausreißer nach oben und unten, die es noch in der Woche davor gab, waren nicht mehr zu beobachten.


27.03.2020

Die Zahl der Videokonferenzen, die pro Tag in Jitsi durchgeführt wurden, stieg von 205 zu Beginn der Datenerhebung am 19.03. auf einen Spitzenwert von 613 am 23.03. Durchschnittlich wurden in der Woche von 20.03. bis inklusive 26.03. pro Tag gut 300 Videokonferenzen in Jitsi abgehalten.

Diagramm Konferenzen in Jitsi

03.04.2020

Bei der Gesamtdauer der Konferenzen eines Tages blieb das Wachstum in der Woche von 27.03. bis 02.04. gering. Die Werte summierte sich auf durchschnittlich 8 Tage pro Tag.


27.03.2020

Addiert man die Dauer der Konferenzen eines Tages, vervielfachte sich die Nutzung noch deutlicher: Führten Nutzer*innen am 19.03. noch Konferenzen mit einer Gesamtdauer von 2,91 Tagen durch, so waren es am 23.03. bereits 11,9 Tage. Durchschnittlich konferierten die Nutzer*innen zwischen 20. und 23.03. (ohne Wochenende) jeden Tag für 7,8 Tage

Diagramm Dauer der Konferenzen in Jitsi

Rocket.Chat

03.04.2020

Der Zuwachs bei den aktiven Nutzer*innen in Rocket.Chat ist weiterhin moderat. Er betrug in der Woche von 27.03. bis 02.04. rund 7 Prozent (von 702 auf 755 Personen).


27.03.2020

Die Zahl der aktiven Nutzer*innen in Rocket.Chat stieg in der Arbeitswoche vor Einführung des Notbetriebs am 16.03. um lediglich 54 Personen. Bis zum Ende der darauffolgenden Woche wuchs die Nutzer*innenzahl jedoch schlagartig. Zusätzliche 442 teilnehmende Personen bedeuten einen Zuwachs um etwa das Achtfache.

Seit 23.03. hat sich das Wachstum wieder normalisiert. Zuletzt waren 702 aktive Nutzer*innen zu verzeichnen.

Diagramm Nutzer*innen von Rocket.Chat

03.04.2020

Fast 80.000 Nachrichten schickten die Nutzer*innen von Rocket.Chat zuletzt pro Tag. Das sind im Durchschnitt knapp 106 Nachrichten pro Nutzer*in und damit 6 Prozent mehr als in der Woche davor.


27.03.2020

Die Nutzer*innen von Rocket.Chat wurden im Verlauf der letzten eineinhalb Wochen konstant kommunikativer: Sendeten sie am 18.03. etwa 44.000 Nachrichten (etwa 76 pro aktivem*aktiver Nutzer*in), waren es am 26.03. bereits knapp 70.000 (etwa 100 Nachrichten pro aktivem*aktiver Nutzer*in).

Diagramm Nachrichten in Rocket.Chat

Microsoft Teams

Das Kollaborationstool Microsoft Teams ist im Cloud-basierten Paket Office 365 Education enthalten.


03.04.2020

Die Anzahl der Chat- und Kanal-Nachrichten stieg bis Ende März auf über 3.000 pro Tag.


20.03.2020

In der Woche von 10. bis 17.03. stieg die Anzahl der pro Tag versendeten Chat- und Kanal-Nachrichten in MS Teams von 66 auf 1.221. Nach einem kurzen Rückgang auf Werte rund um die 1.000 stieg sie in der darauffolgenden Woche wieder kräftig und näherte sich den 3.000.

03.04.2020

Der Zuwachs bei den Nutzer*innen von MS Teams betrug von 25. bis 31. März etwa 15 Prozent, zuletzt waren 530 Personen registriert. Sie machten 271 Einzelanrufe pro Tag, das entspricht einem Wachstum von etwa 18,5 Prozent.


27.03.2020

Die Anzahl der Nutzer*innen verzwölffachte sich zu Beginn schlagartig von 17 auf 208, diese Personen führten bis zu 120 Einzelanrufe pro Tag durch. Eine Woche später hat sich die Zahl der Nutzer*innen und die der Einzelanruf nochmals verdoppelt (461 Nutzer*innen, 221 Anrufe).

Cloud-Speicher – u:cloud

 

03.04.2020

In der Woche vom 27.03. bis zum 02.04. nahm die Anzahl der Logins in u:cloud nur mehr wenig zu. Am 02.04. lag der Wert bei 3.082. Das entspricht einer Steigerung von knapp 2 Prozent zur Vorwoche.


27.03.2020

Die Anzahl der Logins in u:cloud, den Cloud-Speicher für Mitarbeiter*innen, ist seit Einführung des Notbetriebs am 16.03. enorm gestiegen. Sie steigerte sich von 2.763 auf 3.027 pro Tag, das entspricht einem Zuwachs von etwa 10 %.

 


20.03.2020

In der u:cloud, dem Cloud-Speicher für Mitarbeiter*innen der Universität Wien, stieg das Volumen ebenfalls deutlich. Der Verlauf lässt sich jedoch nicht geradlinig beschreiben.

Ende Jänner war die Anzahl der pro Tag hochgeladenen Dateien üblicherweise hoch fünfstellig, beispielsweise am 29.01. mit 83.000 bzw. am 30.01. mit 85.000 Dateien. Zur Einführung von home-learning am 11.03. sank die Zahl auf 77.000 - vermutlich damit erklärbar, dass u:cloud für Studierende nicht zur Verfügung steht.

Bei der Einführung des Notbetriebs am 16.03. zeigte sich dann ein Spitzenwert von 208.000 neuen Dateien, der an den folgenden Tagen aber nicht wiederholt wurde: Die Nutzung pendelte sich wieder auf eine hohe fünfstellige Zahl von Dateien ein.

Diagramm u:cloud-Logins

Datennetz der Universität Wien – VPN

03.04.2020

Das Service VPN hat sich in den vergangenen Tagen bei rund 1.600 gleichzeitigen Verbindungen pro Tag weiter stabilisiert.


27.03.2020

Im VPN wurde in den vergangenen Tagen eine weitere leichte Steigerung der Nutzungszahlen verzeichnet. Bis zu 1.600 Verbindungen werden derzeit pro Tag gleichzeitig über das VPN geführt.


20.03.2020

Mit dem Service VPN (Virtual Private Network) können sich Universitätsangehörige von zu Hause über das Internet mit dem Datennetz der Universität Wien verbinden. Sie erhalten eine IP-Adresse aus dem Adressbereich der Universität Wien und eine verschlüsselte Verbindung. Dies ist die Voraussetzung, um auf bestimmte IT-Services wie etwa Share oder auf die Verwaltungssortware i3v von außerhalb zuzugreifen.

Der ZID erhöhte noch rechtzeitig vor der Corona-Krise die Lizenzen für gleichzeitig stattfindende Sitzungen von 1.000 auf 5.000. Die Umstellung auf Notbetrieb am 16.03. löste  den erwarteten Zuwachs aus: Rund 1.500 Sitzungen finden derzeit jeden Tag gleichzeitig statt. Anfang März waren es nur 300 bis 400

Aufgrund der hohen Nachfrage musste der ZID das Service anpassen: Standardmäßig werden seit 18.03. nur mehr Verbindungen zur Universität Wien über das VPN geführt. Der restliche Datenverkehr - beispielsweise Videostreaming nach Feierabend - geht am Datennetz der Universität vorbei.

Anleitungen auf der ZID-Webseite

20.03.2020

Die Anleitungen auf der ZID-Webseite wurden rund um die Umstellung auf Notbetrieb besonders stark nachgefragt. Fast 900-mal wurden die Anleitungen zum VPN am 16.03. aufgerufen, gut 800-mal die Anleitungen zu u:phone. 670 Aufrufe verzeichneten an diesem Tag die Anleitungen zum Service Online-Speicherplatz, und fast 400-mal informierten sich Nutzer*innen über das E-Mail-Service (jeweils eindeutige Seitenansichten).

Die Werte sanken zwar an den Folgetagen ab, blieben jedoch weiterhin ein Vielfaches der Abrufzahlen vor der Corona-Krise.

ZID-Helpdesk

27.03.2020

Am ZID-Helpdesk machte sich auf den ersten Blick scheinbar die neue Normalität von Homeoffice und home-learning bemerkbar. Die täglich abzuarbeitenden E-Mails und Tickets pendelten sich wieder auf 200 bis 300 ein, auch die Anzahl der täglichen Anrufe nähert sich mit 60 bis 70 wieder den Werte vor der Krise. Was die Zahlen nicht zeigen: Die Komplexität der Anfragen – und damit die Anzahl der notwendigen Rückfragen und die Gesamtdauer der Bearbeitung – ist weiterhin deutlich höher als vor Corona.


20.03.2020

Der 1st-Level-Support des ZID ist in der Corona-Krise besonders gefordert. Die Anzahl der täglichen Anrufe stieg von unter 100 auf bis zu 150. Statt 250 bis 300 Tickets und E-Mails müssen nun täglich bis zu 450 beantwortet werden.